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Entstanden ist der Madeirawein durch puren Zufall. Im 15. Jahrhundert nahmen portugiesische Seefahrer Portwein, welchem ein hoher Vitamin- und Mineralgehalt nachgesagt wurde, auf ihre langen Schiffsreisen mit, um Skorbut vorzubeugen. Sie stellten fest, dass der Wein am Ende der Reise, die oft durch die Tropen führte, weicher und milder wurde und an Geschmack gewann, weshalb der Transport von da an gezielt durchgeführt wurde. Der Wein wird natürlich längst nicht mehr auf Seereise geschickt, sondern drei bis fünf Monate lang bei 45°C bis 75°C gelagert. Die vier wichtigsten Weine sind nach Rebsorten benannt: Sercial (trocken), Verdelho (halbtrocken), Bual (halb süß) und Malmsey (süß). Während Serical und Verdelho als Aperitif sehr beliebt sind, werden Bual und Malmsey gern als Dessertwein getrunken.
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