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Monte – ein Meer von Gärten und Exil des letzten Kaisers von Österreich
Monte, das hoch über dem Talkessel von Funchal liegt, erreicht man mit dem Taxi in nur zehn Minuten. Wer viel Geduld hat, nicht unter Rückenschmerzen leidet und Funchal aus einer anderen Perspektive heraus betrachten möchte, der kann sich in die endlos langen Warteschlangen an der Seilbahnstation einreihen und bis zu einer Stunde ausharren, bis er endlich in die Kabine, die ihn steil hinauf nach Monte bringt, klettern darf.
Die Sehenswürdigkeiten von Monte sind vor allem die „Jardins do Monte Palace“, die herrlichen Gärten des Monte-Palace-Parks, die „Quintas“ – die eleganten Landsitze und Herrenhäuser sowie die Wallfahrtskirche „Nossa Senhora do Monte“. Der Legende nach erschien hier im 16. Jahrhundert die Muttergottes einem Hirtenmädchen. In einer der Quintas (Quinta de Nossa Senhora da Conceição) lebte der letzte Kaiser von Österreich, Karl I., im Exil.
Sein Sarg ist in einer Seitenkapelle der Wallfahrtskirche aufgebahrt.
Ein unvergesslicher Spaß: Schlittenfahrt von Monte nach Funchal
Direkt unterhalb der Kirche „Nossa Senhora do Monte“ liegt die Korbschlittenstation. Wie an der Seilbahnstation sind die Warteschlangen lang und man freut sich, dass man mit dem Taxi hinauf gefahren ist, und so an diesem Tag nur einmal eine Stunde lang anstehen muss. Als es endlich soweit ist, wird einem doch ein wenig mulmig, wenn man die steil abfallenden, engen Straßen, die an beiden Seiten teilweise von Mauern umgeben sind, vor sich sieht. Mit dem Schlitten im Schnee den Abhang hinunter zu rasen ist eine Sache, beim Überschlag landet man zumindest weich, aber im Korbschlitten auf glattem Asphalt, fast fünf Kilometer (teils kurvenreich) steil bergab, ist eine andere Sache.
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